Verein zur Förderung der Heimatpflege e.V. Hörde

 

 

Hörder Burg

 

 

 

 

 

                                                                  

                                                                   

                                                                                                                                                                    © Foto (3) Heribert Wölk                  

 

 

 

 

 

 
                                                                                                                                  

 

 

   

 

 

                                                                                                                                                                                                                    Foto: Peter Bandermann

 

 

                                                                                                                                                                                                                  Foto: Peter Bandermann

 

 

 

 

                                                                                                                                                     Foto: Heribert Wölk 

 

 

 

 

 

          Dach- und Fachsanierung der Hörder Burg. Aufsetzen der neuen Turmhaube am

                                                                                    11. September 2008

 

     

                                                                                                                                     Foto: Ruhr-Nachrichten Jörg Bauerfeld

   

 

 

 

 

Die Hörder Burg

 

1198    wird Hörde mit der Ritter Albert I. von Hörde erstmals in einem Diplom von

           Kaiser Otto IV. für das Kloster Corvey erwähnt. Damals hat allein der Burgturm als

           Wohnturm gestanden. Maße des Turmes etwa 6,40 x 6,40 Meter. 

           Wandstärke um 1,60 Meter.

 

1218    Erwähnung Albert II. im 5. Kreuzzug bei der Belagerung von Damiette bei Kairo.

 

1297    Graf Everhard von der Mark kauft die Burg unter rechtlich nicht eindeutigen Bedingungen.

           Die von Hörde ziehen sich nach und nach ins Lippische nach Störmede zurück.

           Die Burg bleibt in märkischer Hand und wird schrittweise erweitert.

 

1299    Erste schriftliche Erwähnung der Burg als "castrum".

 

1339    Edelherr Konrad von der Mark, der mit seiner Frau Elisabeth von Kleve auf der Burg

           wohnt, gründet  das Clarissenkloster in Hörde.

 

1340    Konrad von der Mark verleiht dem Dorf Hörde die Stadtrechte.

 

1388    Die Dortmunder versuchen die Burg einzunehmen. In letzter Minute erkennt die Burg-

           besatzung den Feind. Der Plan misslingt.

 

1389    Die Dortmunder setzen in Hördes Umgebung 11 Dörfer in Brand, um die Besatzung aus

           der Burg zu locken und so die Burg einzunehmen. Auch dieser Plan scheitert.

 

1427    Graf Gerhard von der Mark gelingt es mit Hilfe der Dortmunder die Burg einzunehmen.

           Graf Adolf IV: von Kleve Mark erobert die Burg zurück.

 

1614    Nach dem Aussterben des märkischen Grafenhauses kommt die Burg an

           Brandenburg-Preußen.

 

1624    Der dreißigjährige Krieg setzt den Hördern stark zu. Spanier, Brandenburger und

           Pfalz-Neuburger Truppen besetzen nacheinander die Burg. Sie werden vertrieben.

 

1673    Am 1. Juni bricht bei der Besetzung der Burg durch die Franzosen ein Brand aus,

           der die Burg, die Burgkapelle und 38 Häuser zerstört. Danach verfällt die Burg

           zusehends. Später wird behauptet, nach dem Brand sei die Burg abgebrochen worden.

           das kann im Januar 2000 durch einen Zufallsfund von mittelalterlichem Mauerwerk

           widerlegt werden. Dadurch ausgelöste Forschungen bringen fast den kompletten

           ursprünglichen Trum ans Tageslicht.

 

1818    Kauf der Burg durch Amtmann Spermann, der die Burg danach bewohnt.

           Der Amtmann ist auf der Burg gleichzeitig Richter.

 

1840    Der Fabrikant Hemann Diedrich Piepenstock aus Iserlohn kauft am am 23. Oktober

           die Burg und 22 Morgen Land von der Witwe des Amtsrates Spermann für 

           11.500 Taler, um hier ein Puddel- und Walzwerk zu errichten. Der Kaufpreis wird

           gestundet.

 

1894    Das expandierende Unternehmen baut die Burg stufenweise an und um. Der "Schlossstyl",

           wie es in der Beschreibung heißt, bleibt dabei erhalten. Das entspricht etwa dem heutigen

           Aussehen.

 

1922    Anbau des Westflügels durch die "Phönix Aktien-Gesellschaft für Bergbau und

           Hüttenbertrieb, Abteilung Hoerder Verein".

 

1990    Unterschutzstellung der Burggebäude mit den Hausnummern 13, 15, 17, als Denkmal.

 

2000    Die Firma Inpro-Heitkamp kauft die Burg.

 

2001    Der letzte Thomaskonverter des Hörder Stahlwerkes wird durch den Heimatverein gerettet

            und vor der Burg aufgestellt. Bei der Schachtung werden eine große Schleuderkugel und

            Fundamentreste aus dem Mittelalter gefunden.

 

                                                                         

 

  

2002    Das Bodendenkmal um die Burg wird vorläufig geschützt.

 

2005    Im Juni wird östlich der Burg beim Vortrieb für den Emscherkanal in ca. 7,5 m Tiefe

           ein Brunnen getroffen, in dem zwei Holzpfähle stecken. Sie sind im Eingangsbereich

           der Burg gelagert.

 

2005    Im Oktober wird wenige Meter nördlich des Burgturms eine nicht genehmigte

           Schachtung vorgenommen. Dabei trifft man erstmals auf den unberührten

           Bereich des Wassergrabens (Gräfte). Wichtige Funde werden durch ein

           Mitglied des Heimatvereins sichergestellt. Die Denkmalbehörde birgt weitere

           Funde. Gefunden werden Scherben aus dem 13. Jh. und jünger, Schuhsohlen,

           Knochen, Keramik, Glas und weitere Zeugnisse aus Hördes Vergangenheit.

 

2007   Die Stadt Dortmund kauft die Burg, um eine Dach- und Fachsanierung durchzuführen,

           mit der Absicht, die Burg danach an einen Investor zu verkaufen.

 

2007   Archäologen der städtischen Denkmalbehörde beginnen mit Grabungen hinter der

           Burg, wo der Hörder Bach ein neues Bett finden soll. Für die Hörder Geschichte

           bedeutende Funde kommen ans Tageslicht.

 

2007   Der Hörder Heimatverein ist Ausrichter der Dortmunder Museumsnacht im Bereich

           Hörder Burg. Museum, Burg, Grabungsfläche und eine Mittelalter-Gruppe sind die

           Attraktionen. Das Hörder Stadtbezirksmarketing übernimmt die Illumination der

           Burg. 4000 Besucher sind begeistert.

 

2008   Dem Heimatverein gelingt es durch zähe Verhandlungen mit Stadtdirektor Ullrich

           Sierau, Teile der Grabung vor Zerstörung und Aufschüttung für die Nachwelt zu

           erhalten.

 

2008   Die Burg erhält ein neues Dach. Der Turm bekommt die im Krieg zerstörte Haube

           zurück. Alle Fenster werden erneuert und der gesamte Burgkomplex erhält einen

           neuen Anstrich.

 

2008   Am 14. September eröffnet OB Dr. Langemeyer an der Burg den Tag des offenen

           Denkmals, den die Denkmalbehörde in Kooperation mit dem Hörder Heimatverein

           ausrichtet. 6000 Besucher drängen durch die Burg, das Museum und die

           Ausgrabungsflächen.

 

    

 Dach- und Fachsanierung der Hörder Burg. Der Turm vor dem Aufsetzen der neuen Turmhaube 

am 11. September 2008

 

                                                        

                                                                                        Foto: Ruhr-Nachrichten Jörg Bauerfeld

 

 

 

 

Ein Luftbild der Hörder Burg Anfang 2009

 

                                                                                                                                                     Foto: Oskar Neubauer

 

 

 2010  Der Thomaskonverter erhält auf der  Kulturinsel im Phoenix-See einen neuen Standort.

 

 

                                                                                                                   

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                           © Foto Heimatverein Hörde

 

 

 

 

 

 

                                                                                                        

 

 

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